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Bäume in den Sternen, Bäume in den Lichtern

Vortrag mit Musik und Dichtung

Xavier Viennot, emeritierter Directeur de Recherche im CNRS

begleitet von
Christian Krattenthaler, Pianist und Professor an der Universität Wien
Gérard Duchamp, Geiger und Professor an der Universität Paris Sorbonne
und Marcia Pig Lagos, Erzählerin

Dienstag den 17 Juni , 19 Uhr
Salon rouge, Institut français de Vienne

In französischer Sprache mit Simultanübersetzung

Eintritt frei

Letzter Vortrag der Reihe  "Mathematik: Faszinierend und allgegenwärtig"

Bäumen und baumartigen Strukturen begegnet man überall in der Natur, in der Gestalt der "vertrauten" botanischen Bäume ebenso wie in Netzwerken von Flüssen, in den Verzweigungen der Kapillarröhrchen in der Lunge, oder auch in den Bindungsstrukturen in DNA-Molekülen der Biologie.

 

Mathématiques 2014  ViennotDie Bäume der Natur können mathematisch modelliert werden, indem man nur deren Verzweigungsstruktur behält.
Diese "mathematischen Bäume" trifft man in allen Teilgebieten der Informatik an.Parametern auf diesen Bäumen, die aus Optimierungsproblemen der Informatik kommen, begegnet man im morphologischen Studium dieser Flussnetzwerke in der Informatik und auch in Untersuchungen in der molekularen Biologie. Diese verblüffenden Vergleiche leiten sich aus algorithmischen Korrespondenzen auf dem Niveau der Kombinatorik der Bäume ab. 
Diese Konstruktionen können - begleitet von Violinspiel - wie ein Stummfilm visualisiert werden - mit Untertiteln - wobei die Violine die wesentlichen Schritte der bijektiven Konstruktion unterstreicht. Das ist die Rückkehr der "Bilder" in die Mathematik, aber auf einem symbolischen Niveau, die es erlaubt, Formeln oder mathematische Theoreme "ohne Worte" zu beweisen.Diese "Mathematik der Bäume " tritt auch in neueren Forschungsarbeiten in der theoretischen Physik auf, in Bezug auf die "große Unendlichkeit"
in der Struktur unserer "Raum-Zeit", ebenso wie in Bezug auf die "kleine Unendlichkeit" in unserem Verständnis der elementaren Partikel und des Lichtes. Das ist der Moment der Erzählung, mit einer "Quanten"-Reise in der Raum-Zeit, die die poetische Anmut dieser neuen Physik unterstreicht.
Der Vortragstitel bildet den Abschluss des Vortrages.

Xavier Viennot ist emeritierter Directeur de Recherche im CNRS, LaBRI, Université de Bordeaux. Er forscht multidisziplinär auf den Gebieten der Abzählkombinatorik, der algebraischen und bijektiven Kombinatorik, wobei die Interaktion mit Mathematik, Informatik und theoretischer Physik im Mittelpunkt steht.
Nach dem Besuch der Ecole Normale Supérieure Ulm absolvierte er 1974 das Doktorat an der Université Paris 7 unter der Betreuung von Marcel-Paul Schützenberger, Pionier der theoretischen Informatik und der Kombinatorik. Viennot ging 1980 nach Bordeaux, wo er eine Schule der Kombinatorik gründete, die er etwa 20 Jahre selbst leitete. Er erhielt die Silbermedaille des CMRS verliehen. Er ist Autor von zwei Büchern und etwa 100 wissenschaftlichen Artikeln, die in Fachzeitschriften der Mathematik, der Informatik und der Physik erschienen sind.

Christian Krattenthaler, Professeur für Mathematik an der Universität Wien, arbeitet auf den Gebieten der Abzählkombinatorik, der statistischen Physik und der Zahlentheorie. Er ist ausgebildeter Pianist, mit einem Konzertdiplom der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er den Wittgensteinpreis des Wissenschaftsministeriums.

Marcia Pig Lagos, Französin chilenischer Abstammung, hat Gesang seit ihrer Jugend ausgeübt. Sie hat diese Aktivität über viele Jahre weiterhin ausgeübt, zuerst in Chile, dann in Schweden und Frankreich. Um das Jahr 1987 hat sie die Erzählung wiederentdeckt, nachdem sie in ihrer Kindheit und Jugend durch Legenden und traditionelle Erzählung durch ihre Mutter, ihre Großmutter, durch eine Tante und einen Onkel in den Schlaf gewiegt wurde. Der kulturelle Zugang des Vortragens ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Sie bildet sich in der Erzählkunst und wird sehr rasch eingeladen, auf französischen Bühnen als professionelle Erzählerin aufzutreten. Marcia Pig Lagos schreibt nun schon seit Langem Texte, Erzählungen und Gedichte. Mit dem Verein Cont´Science, dessen Zweck die Verbreitung von Wissenschaft ist, und dem Verein Talents, der Schriftstellerkurse veranstaltet, drückt sie diesen anderen Aspekt ihrer künstlerischen Kreativität aus.

Gérard Duchamp ist Informatiker und Mathematiker. Als Universitätsprofessor leitet er eine Forschungsgruppe in Kombinatorik und Physik am LIPN (Laboratoire d'Informatique de l'Université Paris Nord).
Sein Forschungsgebiet ist interdisziplinär und zwischen Informatik, kombinatorischer Mathematik und Theoretischer Physik angesiedelt.
Er ist einer der Gründer der ersten Zeitschrift in kombinatorischer Physik, ein neues Journal des Institut Henri Poincaré in Paris. Er ist Autor von etwa 70 Artikeln, die in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind, sowie etwa 40 publizierten Konferenzbeiträgen.
Gleichzeitig ist er Geiger, der seit mehr als 25 Jahren Xavier Viennot bei seinen Vorträgen, die sich an das "breite Publikum" richten, auf der Violine begleitet.

Xavier Viennot, Gérard Duchamp und Marcia Pig Lagos haben den Verein Cont'Science gegründet, dessen Ziel die Aufführung, Verbreitung und Promotion von Wissenschaft in Verbindung mit gesprochenem Vortrag (Erzählungen und Legenden aus der ganzen Welt) und Musik ist.
Im Rahmen von Liveauftritten (oder manchmal per Video im Fall der Violine) hat das Trio Vorträge in Europa, Indien, Kanada und Chile gehalten. Insbesondere, im Rahmen der Vortragsreihe "Un texte, un mathématicien" der Societé Mathématique de France, haben sie eine solche Veranstaltung "Vortrag-Erzählung-Musik" im großen Auditorium der französischen Nationalbibliothek anlässlich der Feier des 300-ten Geburtstages des Universalgelehrten Leonhard Euler gestaltet.

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