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Frankreich-Preise 2011 verliehen

Im Rahmen des Frankreich-Tages 2011 am 29. November wurden auch die diesjährigen Frankreich-Preise vergeben. Diese gehen an hervorragende Forschungsleistungen über Frankreich oder in Kooperation mit Frankreich, sowohl Diplomarbeiten als auch Dissertationen und Post-Doc-Forschung werden geehrt.

pb295753 klein„Hervorragende Forschungsleistungen über Frankreich oder in Kooperation mit Frankreich“ werden alljährlich mit dem Frankreich-Preis des interdisziplinären Frankreich-Schwerpunkts der Universität Innsbruck prämiert. Im Rahmen des Frankreich-Tags in der Claudiana und im Beisein von Rektor Prof. Tilmann Märk und des Kulturrats der französischen Botschaft, M. Guillaume Rousson, wurden vier Preisträgerinnen aus verschiedenen Disziplinen geehrt.

Den Preis in der Kategorie Post-doc erhielt Dr. Cornelia Feyrer vom Institut für Translationswissenschaft mit mehreren Artikeln zum Generalthema „Sprach- und Kulturtransfer Französisch-Deutsch-Französisch in der medizinischen (Fach)Kommunikation und Translation(sdidaktik)“. Der Laudator Prof. Wolfgang Pöckl, Leiter des Instituts für Translationswissenschaft, betonte, dass es sich eigentlich um eine Würdigung des wissenschaftlichen Gesamtwerks der Geehrten handle, die sich schon seit vielen Jahren in Forschung und Lehre intensiv mit Frankreich und der französischen Sprache und Kultur beschäftigt.

In der Kategorie „Dissertation“ ging der Preis an eine Französin, die in Innsbruck forscht: Dr. Katline Sarah Charra-Vaskou schrieb am Institut für Botanik zum Thema „Analyse des aspects importants de l’efficience et de la sécurité hydraulique dans les aiguilles de conifères“ – es geht dabei, wie Laudator Prof. Stefan Mayr erklärte, um den Transport der Säfte innerhalb der Pflanzen, hier insbesondere in den Nadeln von Nadelbäumen.

 

Auch zwei Diplomarbeiten wurden prämiert: Mag. Hedwig Mravlag erhielt den Preis für ihre Arbeit „Relationsadjektive im Deutschen, Französischen und Russischen – Eine kontrastive Analyse von Übersetzungen und Verdolmetschungen aus dem Fachbereich Politik“, die am Institut für Translationswissenschaft entstanden ist und von Prof. Pöckl vorgestellt wurde. Und Mag. Clara Rauchegger schrieb am Institut für Zivilrecht über „La protection de la vie privée face aux médias en droit français. Etude de droit comparé franco-autrichien“, also eine rechtsvergleichende Arbeit zum Schutz der Privatsphäre gegenüber den Medien. Der Laudator war in diesem Fall Prof. Bernhard Alexander Koch, der dem Frankreich-Schwerpunkt besonders verbunden ist, war er doch vor etlichen Jahren dessen erster Leiter.

„Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Frankreich lebt davon, dass immer wieder hervorragende NachwuchswissenschaftlerInnen sich frankreichbezogenen Themen widmen. Wir freuen uns sehr, dass der Frankreich-Schwerpunkt so lebendig ist und so große Akzeptanz erfährt“, betonte Rektor Prof. Tilmann Märk in seiner Rede. Und der neue Kulturrat der französischen Botschaft, Monsieur Guillaume Rousson, der im übrigen auf Deutsch sprach, freute sich, dass der Frankreich-Schwerpunkt und das französische Kulturinstitut künftig noch enger kooperieren werden: „Die Universität stellt, in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem ‚Institut français’ Räumlichkeiten in der Claudiana zur Verfügung – wir haben dafür einen neuen Slogan entworfen: EIN STÜCK FRANKREICH IM HERZEN DER INNSBRUCKER INNENSTADT und freuen uns sehr über dieses Entgegenkommen unseres langjährigen Kooperationspartners Universität.“ Die Leiterin des Frankreich-Schwerpunkts, Prof. Eva Lavric, betonte schließlich in ihrer (auf Französisch gehaltenen) Rede, dass gerade die Interdisziplinarität den Frankreich-Schwerpunkt so interessant mache: „Wir haben heuer Preisträgerinnen aus natur- und rechtswissenschaftlichen Fächern und aus den Philologien. Unsere Förderungen erreichen so gut wie alle Fakultäten. In Frankreich haben wir schon mit über 200 Universitäten und Forschungseinrichtungen kooperiert.

Als krönenden Abschluss des Frankreich-Tags gab es schließlich eine Lesung der hochprämierten französisch-chinesischen Schriftstellerin und Malerin Shan Sa, die aus ihrem Werk „Impératrice“ („Kaiserin“) – über eine berühmte chinesische Kaiserin aus dem 7. Jahrhundert – eine speziell ausgewählte Passage vortrug, die den Höhepunkt der Regierungszeit dieser Kaiserin schildert – weil, wie sie betonte, „das am besten zum festlichen Anlass passt.“

(Eva Lavric)