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Die Rolle eines Assistenten/einer Assistentin

Rolle eines Assistenten/einer Assistentin

Der Assistent/die Assistentin soll nach Rücksprache mit dem Lehrer im Rahmen des Französischunterrichts den Schülern durch verschiedene Aktivitäten, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen in Frankreich näher bringen. Er/Sie erweckt so die Neugier und das Interesse der Schüler und führt sie zu einer praktischen Anwendung der Sprache.

Je nach ihrem Einsatzort werden die Assistenten in einer, zwei, ja sogar drei Schulen der allgemeinbildenden höheren Schulen und berufsbildenden höheren Schulen eingesetzt.

Die Arbeitszeit beträgt 13 Wochenstunden. Der Assistent/die Assistentin muss gegebenenfalls einen Teil seiner/ihrer Zeit für die Lehrer aufwenden, (z.B. in Form von Anwesenheit im Lehrerzimmer).

Der Stundenplan wird nach dem Niveau und den Bedürfnissen der Schüler erstellt. Jede® LehrerIn kann die Einsatzweise des Assistenten/der Assistentin in seiner/ihrer Klasse selbst bestimmen, insbesondere zu Beginn eines neuen Semesters. Siehe Internetseite des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (chgmt de site)

Siehe Internetseite des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das einen pdfLeitfaden für AssistentInnen herausgibt.

Besonderheiten

Als Muttersprachler und aktiver Beobachter der sprachlichen Realität unserer Zeit ist der Assistent/die Assistentin in erster Linie ein sprachliches Vorbild, aber auch ein kompetenter Gesprächspartner des Lehrers/der Lehrerin. Er/Sie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Unterricht der zeitgenössischen französischen Landeskunde. Er/Sie muss gegen die Klischees ankämpfen und auf die Realität hinweisen.

Die Anwesenheit eines Assistenten/einer Assistentin in der Schule ist für manche Schüler ein erster Kontakt mit einem Muttersprachler der unterrichteten Sprache. Es ist für die Schüler auch die Gelegenheit, ihre Scheu zu überwinden, um sich mündlich auszudrücken und vielleicht auch, sich an eine andere Facette ein- und derselben Sprache zu gewöhnen.

Der Assistent/die Assistentin ist kein Lehrer/keine Lehrerin und kann daher leichter eine spielerische « nicht-schulische » Komponente bei der Spracherlernung einbringen. Er/Sie ist jung, daher fühlen sich die Schüler ihm/ihr näher. Er/Sie kann den Unterricht dazu nützen, mit ihnen Themen durchzunehmen, die sie interessieren und motivieren. Er/Sie verfügt über eine gewisse Anzahl von Unterlagen, wie zum Beispiel :

- regionale Tageszeitungen, Zeitschriften, TV-Programme…

- Werbung auf Papier oder Video (Achtung : das SECAM-System (in Farbe) kann von DVD-Playern in Österreich nicht gelesen werden. Versuchen Sie, sich wenn möglich, die Unterlagen im PAL-System zu besorgen.)

- Fahrscheine, Telefonkarten…

- Tonbandaufzeichnungen
(Lieder, Radiosendungen, Familiengespräche…)

- Kochrezepte, Broschüren mit französischen Regionen, Fotografien, Dias oder Plakate… (denken Sie vor Ihrer Abreise daran, den Fremdenverkehrsämtern Ihrer Region sowie den pädagogischen Dokumentationsstellen einen Besuch abzustatten).

Unterricht in der Klasse

Je nach Vorlieben und Fähigkeiten des Assistenten/der Assistentin, aber auch nach den Gewohnheiten und pädagogischen Fähigkeiten jedes Lehrers kann der Assistent auf verschiedene Art und Weise in der Klasse unterrichten. Der Assistent/die Assistentin kann eine Schülergruppe übernehmen. Er/Sie leitet also die Stunde, die er/sie zu einem bestimmten Thema ausgewählt hat, das im vorhinein mit dem Sprachlehrer abgesprochen wurde.

Der Assistent/die Assistentin und der Lehrer/die Lehrerin können gemeinsam unterrichten, wobei der eine eine Lehrtätigkeit ausführt und der andere zusätzliche Informationen gibt und die individuellen Fragen der Schüler beantwortet.

Der Assistent/die Assistentin und der Lehrer/die Lehrerin können parallel unterrichten, jeder mit einer halben Klasse in verschiedenen Klassenzimmern. Arbeiten zur Vorbereitung, Einübung oder Verfestigung können so gemacht werden.

Der Assistent/die Assistentin kann einen wöchentlichen Bereitschaftsdienst bei den Schülern leisten. Er/sie steht den Schülern für Förderungsstunden (persönliche sprachliche Schwierigkeiten, Nachprüfungen, Dokumentation…) unterstützend zur Seite.

Er/sie kann auch ein entsprechendes Service, diesmal für die Lehrer selbst, anbieten. Wenn der Assistent/die Assistentin dies wünscht und wenn die Lehrer anderer Fächer daran interessiert sind, kann er/sie auch den Vorschlag machen, in anderen Fächern (in Französischer Sprache oder auch nicht) zu unterrichten.

Die Mitarbeit bei der Betreuung eines Klubs kann auch eine der zahlreichen Möglichkeiten sein, die sich dem Assistenten/der Assistentin bieten.

Vorbereitung und Ablauf der Unterrichtsstunde

Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, die Lehrer zu treffen, um die vergangenen Unterrichtsstunden zu besprechen, aber insbesondere, um die kommenden Stunden vorzubereiten. Es ist die Pflicht des Assistenten/der Assistentin, sich gut auf den Unterricht vorzubereiten. Er/sie muss in der Lage sein, ständig neue, aktuelle Unterlagen und originelle Ideen zu liefern, um die Französischstunden gut zu gestalten.

Die Lehrer sind nicht verpflichtet, während der gesamten Unterrichtsstunde in der Klasse zu bleiben (die Schüler freuen sich oft darüber). AssistentIn und LehrerIn müssen in diesem Fall jedoch wissen, dass der Assistent/die Assistentin gesetzlich für die Schüler verantwortlich ist. Im Falle der Nachlässigkeit bzw. grober (nachgewiesener) Gleichgültigkeit kann der österreichische Staat ihn/sie belangen.

Bei Problemen oder näheren Informationen zu diesem Thema hilft der "Aufsichterlass 2005".

Der Assistent/die Assistentin muss bei Ausfall oder Verschiebung der Schulstunde zeitgerecht über Stundenänderungen informiert werden. Es ist daher wichtig, dass die Lehrer auch seine/ihre Telefonnummer haben. Aber natürlich gibt es auch zeitliche Änderungen, die man nicht rechtzeitig vorher ankündigen kann.

Es ist nicht die Aufgabe des Assistenten/der Assistentin…

- Neue Grammatikkapitel zu unterrichten.

- die Schüler zu benoten (schriftliche Prüfungen oder Hausaufgaben). Die Lehrer können den Assistenten jedoch bei Korrekturen zu Rate ziehen.

- einen Lehrer während seiner Abwesenheit zu vertreten, außer Sie wollen es machen. In diesem Fall muss der Direktor die volle Verantwortung übernehmen.

- eine ganze Unterrichtsstunde übernehmen. Sie können es natürlich von Zeit zu Zeit machen. Aber auf keinen Fall während Ihrer ganzen Dienstdauer.

- eine Informationsquelle (insbesondere für das Vokabular) für den Lehrer zu sein. Ein Assistent/eine Assistentin ist auf keinen Fall ein "wandelndes Wörterbuch".